Category: Ernährung

Trilogie vom Knoblauch

Woow was eine Freude! Trotz anhaltender Trockenheit kann ich von einer erfolgreichen Knobi-Ernte berichten. Wie auch schon letztes Jahr, sind nun bei uns 3 Sorten erhältlich:

Unser Osteuropäer LJUBASCHA – ursprünglich aus der Ukraine – mit großen Knollen und ebenso großen Zehen. Kräftig im Geschmack und zeitsparend in der Verarbeitung.

Unser Spanier BLANCOMO DE VALLELADO, mit zweireihiger Anordnung der Zehen innnerhalb der Knolle. Er kann auch zum Zopf geflochten werden.

Außerdem der farbenfrohe MORADO, ebenfalls ein Spanier mit relativ kleinen Zehen aber intensiver pink-lila Färbung. Er ist bekannt für sein relativ würzig-scharfes Aroma.

Die Geschmacksvarianten der einzelnen Sorten erschließen sich eher nur bei einem intensiven „Tasting“. Die ersichtlichen Unterschiede liegen in der Zehengröße und damit der Einfachheit der Verarbeitung. Wer Morado mit seinen kleineren Zehen bevorzugt, dem sei die folgende Anleitunge ans Herz gelegt. Damit geht es wirklich fix.

Trotz großer Zufriedenheit kann ich es nicht lassen und probiere nun für die diesjährige Herbstpflanzung eine neue vielversprechende Sorte aus. Thüla, ein Softneck-Knoblauch – also ebenfalls „zopfgeeignet“ – wird unser Trio zum Quartett machen. Ich freue mich jetzt schon auf die angekündigten mittelgroßen, saftigen Zehen und eine hübsche weiß-bräunliche Zeichnung.

Außerdem findet man seit Beginn diesen Jahres auf unserem Acker auch mehrjährige Knoblauch-Sorten, wie zum Beispiel den Elefantenknoblauch mit seiner großen Blüte. Diese kann bis zu 2 Metern über unseren Köpfen schweben und – hoffentlich schon im nächsten Jahr – leckere Brutzwiebeln bilden. Die farbig blühenden Sorten Carinatum und Purple Sensation verblüffen durch ihre Optik. Mehr davon im nächsten Jahr, wenn ich mich selbst ausgiebig mit den Mehrjährigen, ihrem Geschmack und ihrer Anwendung auseinandergesetzt habe.

Last but not least entstehen in unserer kleinen Manufaktur auch veredelte Produkte vom Knobi. Würzpasten, Aroma-Essige, Knobipulver, solo und auch als Bestandteil von Würzmischungen sind zu nennen. Vielleicht sind in Kürze auch Knobi-Fermente, wie das iranische Torshi Seer erhältlich.

Ich sag mal: Guten Appetit :-)

Auf gute Partnerschaft

Schon während meines Studiums der ganzheitlichen Gesundheitsberatung habe ich mich um die Aufnahme in den Fachkreis von NORSAN bemüht. Bei der norwegischen Firma NORSAN handelt es sich um den Hersteller einer großen Range an qualitativ hochwertigen Omega-3-Produkten.

Die Mitgliedschaft im Fachkreis ermöglicht mir nicht nur den Zugang zu einer umfangreichen professionellen Mediathek, sondern auch den direkten Kontakt zu einem/er persönlichen Ansprechpartner*in. Auf diese Weise kann ich einen regen Austausch pflegen und meine Kompetenz erweitern. Gleichzeitig besteht dadurch die Möglichkeit, meine Klienten bei einer Fettsäurenanalyse zu begleiten, diese auszuwerten, ggfalls Rücksprache mit meiner Kontaktperson zu halten und daraufhin die entsprechenden Produkte zu empfehlen.

Ich bin sehr froh, diesen Service zusammen mit so einen tollen Partner anbieten zu können.

Nun bin ich Fachberaterin für holistische Gesundheit!

Wie letztes Jahr angekündigt, habe ich nun mein Studium der ganzheitlichen Gesundheitsberatung um meine Berater-Kompetenz erweitert. Seit dem 20. 02. 2022 darf ich mich nun „Fachberaterin für holistischen Gesundheit“ nennen und auch dementsprechend Beratungen anbieten.

Dies werde ich langsam angehen lassen, da ich zusätzlich ganztägig beschäftigt bin. Gleichzeitig möchte ich aber natürlich die erworbene Kompetenz trainieren und weiter ausbauen.

Mein Plan sieht so aus, daß ich mich zuerst innerhalb meines Umfeldes „kümmern“ werde. Danach habe ich vor, Beratungen zum Einführungspreis anzubieten. Dies werde ich dann zur rechten Zeit kommunizieren.

Da alle Aspekte der ganzheitlichen Gesundheit/Ernährung schon lange meine anderen Tätigkeitsfelder prägen, denke ich, daß die Nennung hier auf meiner Website in jedem Fall am richtigen Fleck ist.

Ich möchte nochmal seinen riesengroßen Dank an die AKN aussprechen, die mich auf diesem Weg so phantastisch begleitet hat :-)

Bis bald,
Tilly

Aronia-Ernte über allen Erwartungen!

Unser kleiner Bio-Acker beherbergt unter anderem 20 kleine Aronia-Bäume der Sorte Mitschurinii. Diese sind nicht ganz so herb wie die Standard-Sorten, enthalten aber genauso das volle Potential der Inhaltsstoffe. Darauf könnte ich nun hier ein langes Loblied singen, habe mich aber dazu entschieden, einfach diesen gut recherchierten Artikel zu verlinken. Besser kann ich es sowieso nicht sagen.

Nach einer quantitativ und qualitativ guten Ernte, enstehen gerade folgende Veredelungsprodukte aus den Aroniabeeren:

Schonend getrocknete Beeren, bei denen die Inhaltsstoffe natürlich noch konzentrierter und, dank Rohkosttemperatur, gänzlich vorliegen.
(150 g / 3,75)

Aroniapulver, welches die gleichen Eigenschaften wie die Beeren mit sich bringt. Dabei aber noch intensiver ist, da teilweise Trester aus der Saftherstellung mitverarbeitet wird. (In den Schalen und Stengelchen sitzen proportional mehr Inhaltsstoffe)

In getrockneter oder pulverisierter Form können die Beeren als Zusatz zum Morgenmüsli oder im Obstsalat sowie Smoothie super eingesetzt werden.

Außerdem unsere beliebten Powerballs, die ich dieses Jahr auch mit Aroniabeeren anbieten werde. (10 Kugeln im Geschenkglas / 4,75)

Und natürlich gibt es auch noch kurze Zeit frische Beeren (300 g / 3,75 €)

Gerne kann ich diese Produkte – außer den frischen Beeren – in entsprechender Menge (Warenwert über 15 €) auch per Post versenden. Bitte einfach anfragen :-)

Gute Initiative!

Mit dem Gedanken, eine Baumreihe mit eßbaren Wildfrüchten anzulegen und entsprechende Pflanzen auszusuchen, bin ich im Internet unterwegs gewesen. Bei meinen Recherchen bin ich dann auf etwas Außergewöhnliches gestoßen, welches mich als Kräuterpädagogin natürlich direkt begeistert hat.

Eine Stiftung zum Aufbau von essbaren Wildpflanzenparks. Die Stiftung Ewilpa®.

Diese wurde 2015 von Dr. Markus Strauß initiiert und setzt sich für den Aufbau eines umfangreichen Netzwerks von essbaren Wildpflanzenparks ein, welche ausschließlich mit einheimischen, essbaren Pflanzen gestaltet werden.

Derartige Parks schaffen ein artenreiches Biotop, einen Raum für Umweltbildung und versorgen die Bevölkerung im Sinne einer modernen Allmende mit gesunden und nahrhaften Wild- und Waldbaumfrüchten, Wildgemüsen sowie Wildkräutern. So der Gedanken dahinter :-)

Der deutschlandweit 1. Ewilpa®s in Waldeck in Bayern ist schon enstanden. Weitere sind geplant.

Auf der Website der Stiftung ewilpa.net sowie unter folgendem YouTubeLink gibts mehr Infos.

Lese – (Zünd) – Stoff

Das Buch “Geraubte Ernte” von Vandana Shiva hat mich gleichzeitig stark beeindruckt und sehr wütend gemacht!

Die Autorin, die zu den herausragendsten Denkerinnen unserer Zeit zählt, hat es geschafft mich bei der Lektüre zu erschüttern und in einem auch zu bestärken etwas zu tun.

Sie erklärt sehr verständlich die Hintergründe und Motive der Agrar- und Wirtschaftstrukturen/-politik der Industrienationen und die massiven Auswirkungen auf die sogenannten Dritte-Welt-Länder.
Ihre guten Erklärungen und schön aufgebauten Folgerungen haben mir vor Augen geführt, wie absurd und menschen-/naturverachtend dieses System ist. Vieles war mir schon vorab bekannt, aber wie krass, respektlos und ausschließlich auf fetten Profit ausgelegt das Ganze abläuft, war mir noch nicht bewusst :-// Es ist ganz klar, daß es so nicht weitergehen kann! Ich hoffe, das dieses starke Buch viele Menschen erreicht und auch diese zum Nachdenken und am besten auch UMdenken anregt.

Um nicht noch was zu Heftigeres zu sagen, schließe ich lieber mit ner Strophe aus dem Song von Neil Young

“The Montsanto Years”

The seeds of life are not what they once were
Mother Nature and God don’t own them anymore

Die Milchsäuregärung – Teil 1

Die ernährungsphysiologischen Vorteile der Milchsäuregärung

Alte, traditionelle Konservierungsmethoden finde ich äußerst interessant. So habe ich mir, nach einem gelungenen Versuch in einem Workshop, einen eigenen Gärtopf zu Weihnachten gewünscht. Am Wochenende war es dann endlich soweit, diesen erstmalig einzusetzen bzw. auszuprobieren :-))

Ein paar theoretische Worte vorab:
Die Milchsäuregärung ist eine der ältesten Konservierungsmethoden der Welt. Sie funktioniert absolut energiefrei. Man kann damit viele Lebensmittel haltbar und bekömmlicher machen.

[pullquote]Die Milchsäuregärung funktioniert absolut energiefrei[/pullquote]

Diese fermentierten Lebensmittel behalten ihren vollen Vitamin- und Vitalstoffgehalt , weil sie nicht erhitzt werden. Ballaststoffe und Proteine werden durch die Tätigkeit der Milchsäurebakterien kaum verändert. Zwar gibt es zu Beginn des Gärprozesses einen kurzzeitigen Stoffabbau, doch bilden sich unter Einfluss der Milchsäurebakterien bald neue Substanzen wie Acetylcholin, verschiedene Enzyme, Vitamin C sowie in geringen Mengen Vitamin B12.

Da Vitamin B12 sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, ist Milchsaures vor allem für strenge Vegetarier, als einzige pflanzliche Vitamin B12-Quelle interessant.

Die bei der Gärung entstehende Milchsäure ist eine schwache organische Säure, die anders als die Gärprodukte Essig und Alkohol leicht in den menschlichen Stoffwechsel eingebaut werden kann und dort nicht säurebildend wirkt.

Somit haben milchsaurer Erzeugnisse einen sehr hohen ernährungsphysiologischen Wert. Ihre positive Wirkung auf die menschliche Darmflora ist wissenschaftlich belegt. Und außerdem sind sie lecker ;-)

Das Prinzip der Milchsäuregärung – Teil 2

Die Gärung:
Bei der Milchsäuregärung wandeln Mikroorganismen Zucker (Kohlenhydrate) in Milchsäure um. Dazu müssen Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad herrschen und es darf kein Sauerstoff eindringen, gleichzeitig aber Kohlensäure entweichen können. Molke, fertige Fermente oder auch ein Teil der alten Gärflüssigkeit eignen sich als Starthilfe für den neuen Ansatz.

Das Salz:
Das Salz hat die Aufgabe, das Gemüse vor dem Verderben zu bewahren, so lange noch nicht genügend Milchsäure gebildet wurde. Ein Salzzusatz zwischen 0,8 und 1,5 Gewichtsprozent ergibt ein wohlschmeckendes und stabiles Produkt. Bei zu wenig Salz dominieren die Hefen und leiten eine Alkoholgärung ein, die Fäulnis zur Folge hat. Ich würde empfehlen, sich zunächst an die Vorgaben zu halten und je nach Ergebnis bei späteren Versuchen die Salzmenge schrittweise reduzieren. Sauerkraut ist nach bisherigen Erfahrungen das einzige Gärgemüse, das fast oder ganz ohne Salz gelingt.

Die Flüssigkeit:
Wenn nicht genug Flüssigkeit vorhanden ist, füllt man den Topf so weit mit zusätzlicher Salzlake (15 – 25 g pro Liter abgekochtes Wasser), daß diese drei bis vier Zentimeter über den Steinen steht. Den Stand der Flüssigkeit muss man täglich kontrollieren und gegebenenfalls nachfüllen.

Der Topf:
Eine Möglichkeit, Milchsaures zu Hause herzustellen, ist mittels eines Gärtopfes. Der Topf ist aus Steinzeug gefertigt und mit einer bleifreien Glasur überzogen, sodass er keinen Fremdgeschmack annimmt und einfach zu reinigen ist. Am oberen Ende besitzt er eine Rinne, die mit Wasser gefüllt wird, bevor man den Deckel aufsetzt. So kann die während der Gärung entstehende Kohlensäure entweichen, ohne dass Luftsauerstoff nach innen gelangt.

Die zusätzliche Ausstattung:
Außerdem gehört ein Stampfer und zwei Beschwerungssteine (sowie ein Schneidebrett zum Zerkleinern) zur Ausstattung. Mit dem Stampfer wird das Gärgut nach dem Einfüllen eingestampft, so daß die Zellen aufbrechen, Flüssigkeit austritt und das Gärgut gleichzeitig aufnahmebereiter ist. Die Steine werden zum Schluss auf das zerkleinerte, eingestampfte Gärgut gelegt, um dieses zu beschweren und darin noch eingeschlossene Luft heraus zu pressen.